34 Sehnsuchts-Gedichte
mit 4 "Lovieheart"-Illustrationen
56 Seiten
Softcover mit Schutzumschlag

Zuhause

Du hast dich
nicht entfernt von mir
Obwohl du gar nicht
bei mir bist

Denn ich bin
zuhaus in dir
Weil du immer
in mir bist

Ich hab mich
nicht entfernt von dir
Obwohl
ich ganz allein
hier bin

Denn du bist
zuhaus in mir
Weil ich so
immer
bei mir bin

Selbstgenug

Im Alleinsein
zerfällt
meine Selbstgenügsamkeit
in millionen Tropfen

Die zum Himmel steigen
Und von dort
als warmer Regen
zur Erde fallen

Um deine
Selbgenügsamkeit
von dir zu waschen

Kompensation

Und ich
hülle mich in dein Handtuch
Und ich küsse
deine Zahnbürste

Sehe aus meinem Weihnachtsstern
Fliederblüten wachsen

Fasse den Kieselstein
der aus deinem Stiefel gefallen ist
in einen Rahmen aus Licht
Und hänge ihn
an die goldene Kette
meiner Sehnsucht

Oder?
Küsse ich den Kieselstein
Hülle das Handtuch
in meinen Weihnachtsstern
Umrahme meine Sehnsucht
mit goldenen Fliederblüten
Und bürste meine Zähne
mit der Erinnerung
an deine Küsse?

Egal!
Denn ich Wahrheit
liebe ich das Licht
das aus deinem Stiefel
auf meinen Weg fällt

Ewigkeit

Deine Lippen
   Zärtlichkeit
Deine Zunge
   Sinnlichkeit
Deine Haut
   Samtene Weihheit
Deine Hand
  
Sanfte Erfahrenheit
Dein Atem
  
Meine Trunkenheit
Deine Augen
  
Meine Versunkenheit
Dein Geschlecht
  
Voll Männlichkeit
Mein Wunsch
  
Nach Unendlichkeit
Deine Angst
 
  Meine Verwundbarkeit
Meine Sehnsucht
   Die Verbundenheit

In meinem Herzen
   ist die Reinheit
In meinem Gefühl
   die echte Wahrheit

Deine Berührung
   ist Vergangenheit
Doch meine Liebe
   ist die Ewigkeit

Noch immer

Noch immer
steht die Zeit manchmal still
Und die Stille
breitet sich in mir aus
wie ein See
Und schluckt Unsicherheit
Ärger und Zorn
Wenn ich dich
mit meinem Herzen seh

Noch immer
ist die Tür meiner Liebe offen
Und ist mein Herz
für dich bereit
Und manchmal
wage ich auch zu hoffen
Auch nach dieser langen Zeit

Die Liebe
die mein Leben wärmt
Braucht deine Liebe nicht dafür
Und bist du noch so weit entfernt
Kann ich sie
noch immer
geben dir

Das sind
Momente meines Lebens
In denen Ewigkeit ich spür
Wo mich
die Früchte
meines Strebens
belohnen
für mein Leid dafür

Dann sitze ich hier
Gehüllt in Frieden
in Wärme
und in mildes Licht

Und höchstes Glück
ist mir beschieden
Denn nichts
trübt mir
auf Gott die Sicht

Schattenspiele

Ich werde
in deinem Leben bleiben
Wie ein heller lichter Fleck
Über den du
deinen Schatten geworfen hast
Weil du
den Sonnenstand nicht kanntest

Doch die Sonne wanderte weiter
Und zeichnete mich
als hellen lichten Fleck
in ein anderes Lebensbild
Wo mich dein Schatten
nicht erreichen kann

Aber immer
wenn du dich einen Schritt
von der Stelle weg bewegst
Auf der du dich
um deinen Schatten
im Kreise drehst
Wird mein heller lichter Fleck
in deinem Leben
sichtbar werden

Verreist

Seit du verreist bist
schlafe ich
unter deiner
und meiner
Decke

Doch
nur meine Zehen
frieren nicht

Tage ohne dich

Tage ohne dich
Sind Gedanken an dich
Tage ohne dich
Gibt es nicht für mich

Nächte ohne dich
Sind Sehnsucht um dich
Nächte ohne dich
Zu einsam sind für mich

Ein Nachtgedicht

In mein Bett
schleicht leise die Nacht
Und ich freue mich
dass daraus der Tag erwacht

Meine Träume
ersetzen dich nicht
Deine Hände
dein liebes Gesicht

Dein Lächeln
so lieb und warm
Die Sicherheit
in deinem Arm

Deine Küsse
voll Freude und Glut
Deine Worte
voll Trost und Mut

Dein Gefühl
Das spür ich in mir
Und nun
ganz schnell schlafen
Dann bist
auch du
wieder hier

Gute Nacht

Und dann schicke ich
diesen Kuss durch die Nacht
Mit dem Auftrag
dass er deinen Schlaf bewach
t

Dass er sanft über deine Stirne streicht
Auf deinen Lippen verweilt ganz leicht
Den Hals dann langsam anwärts gleitet
Sich warm in deinem Herz ausbreitet

Und doch
hier noch nicht ruhig verweilt
Ein Stückchen jetzt noch tiefer eilt
Einmal deinen Bauch umrundet
Und zärtlich dann
auch das erkundet
Was meinen Traum erbeben lässt

Doch bevor er nun
zu stark und fest
Dich aus deinen Träumen holt
Er langsam wieder aufwärts rollt

Sich in deine Achsel kuschelt
Noch einmal hin und her wuschelt
Dann macht auch er
die Äuglein zu

In beider Traum
ist endlich Ruh'

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